Ein Fernstudium bietet die Möglichkeit, einen akademischen Abschluss weitgehend unabhängig von Ort und Zeit zu erwerben. Gerade für Berufstätige, Eltern oder Menschen, die nicht an einen klassischen Hochschulstandort gebunden sein möchten, kann diese Studienform interessant sein. 2026 ist das Angebot so vielfältig wie kaum zuvor: Neben der staatlichen FernUniversität in Hagen gibt es zahlreiche private Fernhochschulen mit unterschiedlichen Studienmodellen, Prüfungsformaten und Kostenstrukturen.
Ein genauer Vergleich lohnt sich deshalb. Denn ein niedriger Monatsbeitrag bedeutet nicht automatisch geringe Gesamtkosten, während ein besonders flexibles Modell nicht für jeden Lerntyp die beste Wahl ist.
Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich nicht um eine Steuer- oder Rechtsberatung. Der Artikel wurde mit großer Sorgfalt recherchiert. Dennoch sind alle Angaben, insbesondere zu Kosten oder Preisen ohne Gewähr und können sich jederzeit ändern. Der Artikel wurde am 11.09.2026 veröffentlicht und zuletzt am 11.09.2026 editiert.
Fernstudium 2026 im Überblick
Grundsätzlich lassen sich Fernstudienangebote in mehrere Kategorien einteilen. Dazu gehören staatliche Fernuniversitäten, private Fernhochschulen sowie Fernstudiengänge an staatlichen Hochschulen.
Besonders wichtig sind dabei vier Kriterien:
- Gesamtkosten des Studiums
- Regelstudienzeit
- Flexibilität des Zeitmodells
- Form der Prüfungen
Die Kosten unterscheiden sich erheblich. Die staatliche FernUniversität in Hagen liegt deutlich unter den Preisen vieler privater Anbieter. Private Hochschulen bieten dafür häufig besonders flexible Studienmodelle und umfangreiche digitale Angebote.
Fernstudium Anbieter Vergleich 2026
| Anbieter | Hochschultyp | Kosten | Typische Dauer | Studienformat |
|---|---|---|---|---|
| FernUniversität Hagen | staatliche Universität | ca. 2.100–2.400 € Bachelor | meist 6 Semester | Fernstudium, überwiegend digital |
| IU Internationale Hochschule | private Hochschule | ab ca. 259 €/Monat | z. B. 36–72 Monate | 100 % online möglich |
| Euro-FH | private Hochschule | ab ca. 270 €/Monat | abhängig vom Studiengang | Online-Fernstudium |
| AKAD University | private Hochschule | ab ca. 219 €/Monat | abhängig vom Zeitmodell | Fernstudium/Online |
| SRH Fernhochschule | private Hochschule | ab ca. 378 €/Monat | abhängig vom Studiengang | digitales Fernstudium |
| Wilhelm Büchner Hochschule | private Hochschule | ab ca. 368 €/Monat | abhängig vom Studiengang | Online-Fernstudium |
Die angegebenen Preise sind Richtwerte und können je nach Studiengang, Zeitmodell, Rabattaktion und Vertragsgestaltung variieren. Ein aktueller Anbietervergleich von 2026 zeigt ebenfalls erhebliche Unterschiede bei den Gesamtkosten. (Fernstudium Test)
FernUniversität Hagen: Besonders günstige Alternative
Die FernUniversität in Hagen nimmt im Vergleich eine Sonderstellung ein. Sie ist eine staatliche Universität und berechnet die Kosten nicht nach einem klassischen monatlichen Studienpreis.
Seit dem aktuellen Gebührenmodell werden unter anderem 60 Euro Grundgebühr pro Semester sowie 11 Euro je belegtem ECTS-Punkt berechnet. Für das Wintersemester 2026/27 kommt ein Studierendenschaftsbeitrag von 8,40 Euro hinzu. (FernUniversität in Hagen)
Bei 30 ECTS im Vollzeitstudium entstehen damit beispielsweise 390 Euro für Grund- und Beleggebühr zuzüglich weiterer Beiträge. Bei 20 ECTS im Teilzeitstudium sind es 280 Euro vor den entsprechenden Beiträgen. (FernUniversität in Hagen)
Die FernUniversität nennt für komplette Bachelorstudiengänge je nach Studiengang Gesamtkosten von ungefähr 2.100 bis 2.400 Euro. (FernUniversität in Hagen)
Damit gehört Hagen zu den mit Abstand günstigsten Möglichkeiten, einen staatlich anerkannten akademischen Fernabschluss zu erwerben.
IU Fernstudium 2026: Hohe Flexibilität
Die IU Internationale Hochschule setzt stark auf digitale Studienmodelle. Je nach Studiengang können Studierende zwischen unterschiedlichen Zeitmodellen wählen.
Beispielsweise werden für einen Bachelor Studienmodelle mit 36, 48 oder 72 Monaten angeboten. Die monatlichen Gebühren hängen vom gewählten Modell ab. Bei einem aktuellen Beispiel beginnen sie bei 235 Euro monatlich beziehungsweise regulär bei 259 Euro. Online-Prüfungen sind ebenfalls möglich. (IU – Internationale Hochschule)
Der Vorteil liegt vor allem in der Flexibilität. Wer neben dem Beruf studiert, kann ein längeres Zeitmodell wählen und dadurch die monatliche Belastung reduzieren.
Euro-FH, AKAD und weitere private Anbieter
Auch die Euro-FH und die AKAD University richten ihre Angebote stark an berufstätige Studierende.
Bei privaten Anbietern wird häufig mit Monatsraten gearbeitet. Für einen seriösen Kostenvergleich sollte man deshalb nicht nur den monatlichen Betrag betrachten. Entscheidend ist die Summe aller Raten über die gesamte geplante Studiendauer.
Ein Vergleich für 2026 nennt beispielsweise bei der Euro-FH Bachelor-Gesamtkosten von etwa 12.240 bis 12.960 Euro und bei AKAD etwa 12.924 bis 16.488 Euro, abhängig vom jeweiligen Studiengang und Modell. (Fernstudium Test)
Wie lange dauert ein Fernstudium?
Die Dauer hängt hauptsächlich vom Abschluss und vom gewählten Lerntempo ab.
Bachelor
Ein Bachelor umfasst normalerweise 180 ECTS und wird bei einem Vollzeitmodell häufig in sechs Semestern beziehungsweise drei Jahren absolviert.
Teilzeitmodelle können beispielsweise vier, sechs oder mehr Jahre dauern. Dadurch sinkt zwar das monatliche Lernpensum, gleichzeitig verlängert sich aber der Zeitraum bis zum Abschluss.
Master
Masterstudiengänge dauern häufig zwei bis vier Semester in Vollzeit. Auch hier können Teilzeitmodelle die Studiendauer deutlich verlängern.
Verlängerung
Bei der Wahl eines Fernstudiums sollte außerdem geprüft werden, wie lange eine kostenlose Verlängerung möglich ist. Das kann einen erheblichen Einfluss auf die tatsächlichen Gesamtkosten haben.
Bei der FernUniversität in Hagen entstehen auch bei einer Überschreitung der Regelstudienzeit keine speziellen Strafgebühren. Es fallen weiterhin die normalen Semester- und Beleggebühren an. (FernUniversität in Hagen)
Welche Fernstudium-Formate gibt es 2026?
2026 unterscheiden sich Fernstudiengänge nicht nur beim Preis, sondern auch beim Aufbau.
Klassisches Fernstudium
Beim klassischen Fernstudium werden Lernmaterialien digital oder teilweise als Studienunterlagen bereitgestellt. Studierende arbeiten weitgehend selbstständig und reichen Prüfungsleistungen beziehungsweise Hausarbeiten online ein.
Online-Fernstudium
Hier findet praktisch die gesamte Kommunikation digital statt. Lernplattform, Videomaterial, Online-Seminare und teilweise auch Prüfungen sind online verfügbar.
Flexibles Fernstudium
Besonders flexible Anbieter ermöglichen häufig einen Studienbeginn zu verschiedenen Zeitpunkten und eine individuelle Anpassung des Lerntempos.
Berufsbegleitendes Fernstudium
Diese Variante richtet sich vor allem an Personen, die parallel arbeiten. Das Studium wird auf mehrere Jahre verteilt, sodass das wöchentliche Lernpensum besser mit dem Beruf vereinbar ist.
Online-Prüfung oder Präsenzprüfung?
Ein wichtiger Punkt beim Vergleich wird häufig unterschätzt: die Prüfungsform.
Während einige Hochschulen umfangreiche Online-Prüfungen ermöglichen, setzen andere Studiengänge teilweise oder vollständig auf Prüfungen an bestimmten Standorten.
Die IU wirbt beispielsweise mit zeit- und ortsunabhängigem Studium sowie Online-Prüfungen. (IU – Internationale Hochschule)
Die FernUniversität in Hagen verfügt dagegen unter anderem über Prüfungs- und Regionalstandorte. Für Studierende kann das bedeuten, dass je nach Studiengang und Prüfungsart eine Anreise erforderlich sein kann.
Wer im Schichtdienst arbeitet oder sehr weit vom nächsten Prüfungsort entfernt wohnt, sollte diesen Punkt bereits vor der Einschreibung überprüfen.
Was kostet ein Fernstudium insgesamt?
Die Preisspanne ist enorm. Ein staatlicher Anbieter wie die FernUniversität Hagen kann bei einem Bachelor mit rund 2.100 bis 2.400 Euro Gesamtkosten auskommen. Private Fernhochschulen können dagegen je nach Studiengang deutlich über 10.000 Euro kosten. (FernUniversität in Hagen)
Hinzu kommen möglicherweise:
- Prüfungsgebühren
- zusätzliche Präsenzveranstaltungen
- Fahrtkosten
- technische Ausstattung
- Literatur
- Verlängerungsgebühren
- gegebenenfalls Studiengebühren für zusätzliche Module
Deshalb sollte vor Vertragsabschluss immer eine individuelle Gesamtkalkulation erstellt werden.
Fernstudium Vergleich: Was ist 2026 die beste Wahl?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht.
Wer möglichst günstig studieren möchte und mit hoher Eigenorganisation zurechtkommt, sollte die FernUniversität Hagen genauer prüfen.
Wer dagegen maximale digitale Flexibilität, verschiedene Zeitmodelle und einen besonders berufsbegleitenden Aufbau sucht, findet bei privaten Anbietern wie IU, Euro-FH oder AKAD interessante Alternativen.
Für die Entscheidung sollte deshalb nicht allein der Preis ausschlaggebend sein. Viel wichtiger ist die Frage, welches Studienmodell zum eigenen Alltag passt.
Checkliste für die Anbieterwahl
Vor der Einschreibung empfiehlt sich folgende Checkliste:
- Ist die Hochschule staatlich anerkannt?
- Ist der gewünschte Studiengang akkreditiert?
- Wie hoch sind die tatsächlichen Gesamtkosten?
- Wie lange dauert das Studium im gewählten Modell?
- Gibt es kostenlose Verlängerungszeiten?
- Sind Prüfungen online oder vor Ort möglich?
- Wie hoch ist das wöchentliche Lernpensum?
- Kann das Studium jederzeit begonnen werden?
- Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?
- Was passiert bei einer Unterbrechung oder Kündigung?
Fazit: Fernstudium Vergleich 2026
Der Fernstudienmarkt bietet 2026 eine große Auswahl. Die größten Unterschiede bestehen bei Kosten, Studiendauer, Betreuung und Flexibilität.
Die FernUniversität Hagen ist vor allem beim Preis attraktiv und eignet sich für Studierende, die selbstständig arbeiten können. Private Anbieter sind deutlich teurer, bieten dafür häufig flexible Zeitmodelle, digitale Lernumgebungen und komfortable Online-Prüfungsoptionen.
Ein guter Fernstudium-Vergleich sollte daher niemals nur die monatliche Rate betrachten. Entscheidend sind Gesamtkosten, Studiendauer, Prüfungsformat und persönliche Flexibilität. Wer diese vier Faktoren miteinander vergleicht, kann wesentlich besser einschätzen, welcher Anbieter 2026 zum eigenen Berufs- und Lebensalltag passt.