Hier ist ein aktueller, faktenbasierter Beitrag zum Thema „Studienabbrecher im Lehramt – Statistik (Deutschland, 2024)“:
Studienabbrecher im Lehramt – Statistische Lage 2024
Studienabbrüche in Lehramtsstudiengängen sind ein wichtiges Thema – nicht nur für Studierende selbst, sondern auch für Bildungspolitik und Lehrkräfteversorgung, da Deutschland in vielen Regionen unter einem Lehrkräftemangel leidet.
Abbruchquoten im Lehramtsstudium
1. Vergleich mit anderen Studiengängen
- Studien lassen erkennen, dass die Studienabbruchsquote im Lehramt im Vergleich zu anderen Fächern eher niedrig ist.
So brechen Lehramtsstudierende seltener ab als etwa in Ingenieur- oder Geisteswissenschaften. In einer Analyse lag die Abbruchquote im Lehramts-Bachelorstudium bei etwa 10 % (Jahrgang 2020) – deutlich unter dem Durchschnitt vieler anderer Studiengänge. (WMN) - Eine wissenschaftliche Auswertung zeigte, dass im Lehramt gemessen am Hochschul-Durchschnitt ca. 21 % der Studierenden ein Lehramtsstudium ohne Abschluss verlassen, während die durchschnittliche Abbruchrate im deutschen Hochschulbereich insgesamt höher liegt (z. B. ~31 % bei Bachelorstudierenden). (ScienceDirect)
2. „Lehrkräftetrichter“ – ein anderer Blick
- Laut einer Analyse des Stifterverbands zur „Lehrkräftebildungskette“ beginnt eine große Zahl von Studierenden ein Lehramtsstudium, aber nur ein Teil erreicht den ersten größeren Meilenstein (Bachelor/Master oder erstes Staatsexamen).
Von rund 47.400 Einsteigenden schaffen etwa 27.800 die erste Phase, was einem Verlust von ca. 41 % entspricht. Diese Zahl berücksichtigt nicht nur „echte Abbrüche“, sondern auch Studien- oder Fachwechsel innerhalb des Systems. (DBB)
Was bedeutet „Studienabbruch“?
In der Hochschulforschung unterscheidet man häufig zwischen:
echtem Studienabbruch (Verlassen des Hochschulsystems ohne Abschluss) – dieser zählt in offiziellen Statistiken;
und Schwund (Fach- oder Hochschulwechsel), der nicht als Abbruch gewertet wird, weil Studierende an anderer Stelle weiterstudieren. (service.zfl.uni-kl.de)
Nach dem Lehramtsstudium
- Viele Studierende, die den Lehramtsstudiengang verlassen, bleiben trotzdem in der Hochschule und wechseln in andere Studiengänge oder bleiben in verwandten Bildungswegen. Das zeigt, dass ein „Abbruch“ nicht immer bedeutet, dass Studierende die akademische Karriere komplett beenden. (FIS Universität Bamberg)
Was sagen die Zahlen für 2024?
Konkrete, amtlich erhobene bundesweite Abbruchzahlen speziell für Lehramt für 2024 liegen bislang nicht flächendeckend vor, da das Statistische Bundesamt und die Kultusministerkonferenz diese Daten nicht regelmäßig in aggregierter Form veröffentlichen. In parlamentarischen Antworten der Bundesregierung heißt es, dass keine verbindlichen Studienabbruchzahlen für Lehramtsstudiengänge auf Bundesebene vorliegen. (Deutscher Bundestag)
Fazit – Lage der Statistik
- Abbruchraten im Lehramt sind im Vergleich zu anderen Studienfächern tendenziell niedriger. (WMN)
- Gleichzeitig verlieren Studienverläufe in der Lehrkräftebildung – betrachtet über die ganze Ausbildung – eine große Zahl von angehenden Lehrkräften, bevor sie das Referendariat erreichen. (DBB)
- Bundesweit gibt es keine einheitliche, aktuelle Abbruchstatistik nur für Lehramtsstudierende, was die Vergleichbarkeit und genaue Bewertung erschwert. (Deutscher Bundestag)
- Studien zeigen jedoch, dass Abbrüche oft nicht bedeuten, dass Studierende das System vollständig verlassen; viele wechseln Studiengänge oder bleiben im Hochschulbereich. (FIS Universität Bamberg)
Wenn du willst, kann ich eine kompakte Infografik zu den wichtigsten Zahlen erstellen oder die Unterschiede zwischen Bundesländern und Lehramtstypen (z. B. Grundschule vs. Gymnasium) näher erläutern.