NC-Quote Studiengänge Tabelle: Anteil zulassungsbeschränkter Fächer nach Bundesländern & Fachrichtungen 2026

Wie hoch ist die NC-Quote bei Studiengängen in Deutschland 2026? Und in welchen Bundesländern müssen Studieninteressierte besonders häufig mit einer Zulassungsbeschränkung rechnen?

Die aktuellen Daten für das Wintersemester 2026/27 zeigen deutliche regionale und fachliche Unterschiede. Bundesweit sind 31,6 Prozent der Studienangebote zugangsbeschränkt. Dazu zählen nicht nur klassische Numerus-Clausus-Verfahren, sondern auch Studienangebote mit Eignungs- oder Eignungsfeststellungsverfahren. Grundlage der aktuellen Auswertung sind rund 22.700 Studienangebote aus dem Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). (Che)

NC-Quote 2026: Entwicklung in Deutschland

Der Anteil zulassungsbeschränkter Studienangebote ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Im Wintersemester 2018/19 lag die Quote noch bei 41,1 Prozent. Für das Wintersemester 2026/27 weist das CHE dagegen nur noch 31,6 Prozent aus.

Wintersemester Anteil zulassungsbeschränkter Studienangebote
2018/19 41,1 %
2019/20 40,7 %
2020/21 40,6 %
2021/22 40,1 %
2022/23 39,7 %
2023/24 37,9 %
2024/25 35,2 %
2025/26 32,5 %
2026/27 31,6 %

Damit ist inzwischen weniger als jeder dritte Studiengang beziehungsweise jedes dritte Studienangebot zugangsbeschränkt. Gegenüber 2025/26 sank die Quote um 0,9 Prozentpunkte. (Che)

NC-Quote nach Bundesländern 2026

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind erheblich. Berlin weist mit 53,5 Prozent die höchste Quote auf. Baden-Württemberg folgt mit 46,2 Prozent, während Thüringen mit 16,8 Prozent den niedrigsten Anteil hat.

Tabelle: Zulassungsbeschränkte Studiengänge nach Bundesland 2026

Bundesland NC-/Zugangsbeschränkungsquote 2026/27
Berlin 53,5 %
Baden-Württemberg 46,2 %
Saarland 44,1 %
Bremen 43,7 %
Hamburg 37,6 %
Sachsen 34,4 %
Bayern 34,2 %
Niedersachsen 32,9 %
Sachsen-Anhalt 27,2 %
Nordrhein-Westfalen 25,5 %
Schleswig-Holstein 22,2 %
Mecklenburg-Vorpommern 21,6 %
Hessen 20,3 %
Rheinland-Pfalz 17,3 %
Brandenburg 17,2 %
Thüringen 16,8 %
Deutschland 31,6 %

Quelle: CHE-Auswertung des HRK-Hochschulkompasses, Wintersemester 2026/27. (Che)

Damit reicht die Spannweite von 16,8 Prozent in Thüringen bis 53,5 Prozent in Berlin. In Berlin ist somit mehr als jedes zweite Studienangebot zugangsbeschränkt, während es in Thüringen weniger als jedes fünfte ist.

Veränderungen gegenüber 2025/26

Die Entwicklung verläuft nicht in allen Bundesländern in dieselbe Richtung. In zwölf Ländern ging der Anteil zurück, während er in vier Ländern anstieg.

Bundesland 2025/26 2026/27 Veränderung
Baden-Württemberg 50,2 % 46,2 % -4,0 %-Pkt.
Bayern 30,3 % 34,2 % +3,9 %-Pkt.
Berlin 54,4 % 53,5 % -0,9 %-Pkt.
Brandenburg 17,4 % 17,2 % -0,2 %-Pkt.
Bremen 46,3 % 43,7 % -2,7 %-Pkt.
Hamburg 49,2 % 37,6 % -11,6 %-Pkt.
Hessen 20,1 % 20,3 % +0,3 %-Pkt.
Mecklenburg-Vorpommern 25,1 % 21,6 % -3,5 %-Pkt.
Niedersachsen 35,4 % 32,9 % -2,5 %-Pkt.
Nordrhein-Westfalen 26,2 % 25,5 % -0,7 %-Pkt.
Rheinland-Pfalz 17,7 % 17,3 % -0,4 %-Pkt.
Saarland 44,2 % 44,1 % -0,1 %-Pkt.
Sachsen 35,2 % 34,4 % -0,8 %-Pkt.
Sachsen-Anhalt 23,8 % 27,2 % +3,4 %-Pkt.
Schleswig-Holstein 20,8 % 22,2 % +1,4 %-Pkt.
Thüringen 18,0 % 16,8 % -1,2 %-Pkt.

Besonders auffällig ist der Rückgang in Hamburg um 11,6 Prozentpunkte. Dagegen stieg die Quote in Bayern um 3,9 Prozentpunkte. (Che)

Welche Fachrichtungen haben besonders viele NC-Studiengänge?

Nicht nur der Studienort entscheidet darüber, wie häufig Bewerber mit einer Zulassungsbeschränkung konfrontiert werden. Auch die Fachrichtung spielt eine wichtige Rolle.

Für das Wintersemester 2026/27 ergibt sich folgende Verteilung:

Fächergruppe Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote
Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften 36,2 %
Ingenieurwissenschaften 24,3 %
Mathematik und Naturwissenschaften 28,1 %
Sprach- und Kulturwissenschaften 18,6 %

Damit weisen die Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften innerhalb dieser großen Fächergruppen die höchste Quote auf. Gleichzeitig sind auch dort fast zwei Drittel der Angebote ohne entsprechende Zugangsbeschränkung.

Bei Mathematik und Naturwissenschaften sowie bei den Ingenieurwissenschaften ist ungefähr jedes vierte Studienangebot zugangsbeschränkt. Bei den Sprach- und Kulturwissenschaften liegt der Anteil sogar unter 20 Prozent. (Che)

Universität oder Fachhochschule: Wo ist der NC häufiger?

Auch beim Hochschultyp haben sich die Unterschiede inzwischen deutlich verringert. Im Wintersemester 2026/27 waren 28,5 Prozent der Studienangebote an Universitäten und 28,8 Prozent an Hochschulen für angewandte Wissenschaften beziehungsweise Fachhochschulen zugangsbeschränkt.

Hochschultyp Anteil 2026/27
Universitäten 28,5 %
HAW/Fachhochschulen 28,8 %

Bei den Abschlussarten zeigt sich dagegen ein etwas größerer Unterschied: 28,7 Prozent der Bachelorangebote und 33,8 Prozent der Masterangebote waren zugangsbeschränkt. (Che)

Die allgemeine NC-Quote von 31,6 Prozent darf daher nicht so interpretiert werden, dass exakt ein Drittel aller Bachelorstudiengänge einen klassischen NC besitzt. Die CHE-Auswertung umfasst verschiedene Formen der Zugangsbeschränkung.

Was bedeutet „NC-Quote“ eigentlich?

Der Begriff NC steht für Numerus Clausus, also eine Begrenzung der Zahl der Studienplätze. In der Alltagssprache wird mit „NC“ häufig auch die erforderliche Abiturnote bezeichnet.

Dabei handelt es sich um zwei unterschiedliche Dinge. Ein Studiengang kann beispielsweise zulassungsbeschränkt sein, während die konkrete Auswahlgrenze erst nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens feststeht.

Die Bundesagentur für Arbeit weist ausdrücklich darauf hin, dass der NC des vorherigen Semesters lediglich als Orientierung dient. Die tatsächliche Auswahlgrenze kann sich von Semester zu Semester verändern. (Bundesagentur für Arbeit)

Bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge

Neben örtlichen Zulassungsbeschränkungen gibt es vier Studienfächer mit bundesweiter Zulassungsbeschränkung:

  • Humanmedizin
  • Zahnmedizin
  • Tiermedizin
  • Pharmazie

Die Vergabe erfolgt über das zentrale Verfahren der Stiftung für Hochschulzulassung beziehungsweise über Hochschulstart. (Bundesagentur für Arbeit)

Für das Wintersemester 2025/26 weist das CHE folgende Zahlen aus:

Studienfach Studienplätze Bewerbende Bewerbende je Studienplatz
Humanmedizin 10.281 31.543 3,1
Pharmazie 2.010 5.640 2,8
Tiermedizin 1.110 5.216 4,7
Zahnmedizin 1.506 10.881 7,2
Gesamt 14.907 37.836 2,5

Dabei sind Mehrfachbewerbungen möglich, weshalb die Summe der Bewerbungen nicht unmittelbar der Zahl der einzelnen Personen entspricht. (Che)

Warum unterscheiden sich die NC-Quoten so stark?

Die Unterschiede zwischen den Ländern können verschiedene strukturelle Ursachen haben. Entscheidend ist unter anderem, welche Studienangebote an den jeweiligen Hochschulstandorten vorhanden sind und wie stark einzelne Fächer nachgefragt werden.

Auch große Hochschulstandorte weisen teilweise deutlich höhere Quoten auf. Für das Wintersemester 2026/27 nennt das CHE beispielsweise Garching bei München mit 77 Prozent, Leipzig mit 58 Prozent und München mit 54 Prozent zugangsbeschränkten Studienangeboten. Bei Garching handelt es sich allerdings überwiegend um Eignungsfeststellungs- beziehungsweise Eignungsverfahren, bei denen die Zahl der Plätze nicht zwingend begrenzt ist. (Che)

NC 2026: Was Studieninteressierte beachten sollten

Eine hohe NC-Quote eines Bundeslandes bedeutet nicht automatisch, dass ein bestimmter Wunschstudiengang dort einen besonders hohen Abitur-NC hat. Die CHE-Statistik betrachtet Studienangebote insgesamt und fasst verschiedene Formen der Zugangsbeschränkung zusammen.

Wer einen konkreten Studiengang sucht, sollte deshalb direkt prüfen:

  1. Ist der Studiengang überhaupt zulassungsbeschränkt?
  2. Handelt es sich um einen örtlichen NC oder ein bundesweites Verfahren?
  3. Welche Auswahlkriterien gelten?
  4. Welche NC-Grenzen gab es in den vergangenen Semestern?
  5. Gibt es alternative Hochschulstandorte?
  6. Welche Bewerbungsfristen gelten?

Für die bundesweit zulassungsbeschränkten Fächer stellt Hochschulstart aktuelle Informationen und Auswahlgrenzen für das Wintersemester 2026/27 bereit. (Hochschulstart)

Fazit zur NC-Quote 2026

Die Statistik für das Wintersemester 2026/27 zeigt einen weiteren Rückgang der Zugangsbeschränkungen. Bundesweit sind 31,6 Prozent der Studienangebote zugangsbeschränkt. 2018/19 waren es noch 41,1 Prozent. (Che)

Gleichzeitig bestehen große regionale Unterschiede: Berlin kommt auf 53,5 Prozent, Baden-Württemberg auf 46,2 Prozent, während Thüringen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz unter 18 Prozent liegen. Bei den Fächergruppen weisen die Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften mit 36,2 Prozent die höchste Quote der betrachteten großen Fachbereiche auf. (Che)

Für Studieninteressierte bedeutet das: Der Begriff „NC-Quote“ liefert eine wichtige Orientierung, ersetzt aber nicht die Prüfung des konkreten Studiengangs. Denn Zulassungsbeschränkungen unterscheiden sich nach Hochschule, Studienort, Abschluss, Fach und Bewerbungsverfahren.

Quellen