MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und umfasst einige der wichtigsten Studienbereiche für Forschung, Digitalisierung und technische Entwicklung. Auch 2026 bleibt die Frage interessant, wie viele junge Menschen ein MINT-Studium beginnen und wie sich der Frauenanteil entwickelt.
Die aktuellen amtlichen Daten zeigen dabei eine positive Entwicklung: Im Studienjahr 2024 entschieden sich rund 318.800 Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester für ein MINT-Fach. Das entsprach rund 39 % aller Studienanfänger. Gleichzeitig erreichte der Frauenanteil in MINT mit 36 % einen neuen Höchststand. Zehn Jahre zuvor hatte er noch bei etwa 31 % gelegen. (Presseportal)
MINT-Studienanfänger 2024: Die wichtigsten Zahlen
Für die detaillierte Betrachtung 2026 sind die zuletzt veröffentlichten vollständigen Fachstatistiken besonders relevant. Destatis weist für das Studienjahr 2024 rund 823.900 Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester insgesamt aus. Davon entfielen knapp 318.800 auf MINT-Fächer. (Presseportal)
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Studienanfänger insgesamt | ca. 823.900 |
| MINT-Studienanfänger | ca. 318.800 |
| Anteil MINT an allen Studienanfängern | ca. 39 % |
| Frauenanteil MINT | 36 % |
| Männeranteil MINT | 64 % |
| Frauenanteil MINT zehn Jahre zuvor | ca. 31 % |
| Veränderung MINT-Anfänger gegenüber 2023 | +3 % |
Quelle: Statistisches Bundesamt, Studienjahr 2024. (Presseportal)
Die Zahl der MINT-Anfänger stieg damit zuletzt stärker als die Zahl der Studienanfänger insgesamt. Gegenüber dem Studienjahr 2023 erhöhte sich die Zahl der MINT-Studienanfänger um rund 3 %. (Presseportal)
Frauenanteil in MINT erreicht neuen Höchststand
Eine der auffälligsten Entwicklungen betrifft den Frauenanteil. 2024 waren 36 % der Studienanfänger in MINT-Fächern weiblich. Damit wurde der bisher höchste Anteil erreicht.
Allerdings unterscheiden sich die einzelnen MINT-Bereiche erheblich. Während Frauen in bestimmten naturwissenschaftlichen Studienrichtungen bereits die Mehrheit stellen, liegt ihr Anteil in einigen technischen Studiengängen deutlich niedriger.
| MINT-Bereich | Frauenanteil bei Studienanfängern 2024 |
|---|---|
| Mathematik und Naturwissenschaften | 54,5 % |
| Ingenieurwissenschaften | 27,9 % |
| MINT insgesamt | 35,6 % |
| Nicht-MINT-Fächer | 62,2 % |
Die Werte zeigen, dass insbesondere die Ingenieurwissenschaften weiterhin deutlich stärker männlich geprägt sind. In Mathematik und Naturwissenschaften liegt der Frauenanteil dagegen bereits über 50 %. (Innovative Frauen im Fokus)
Informatik gehört zu den größten MINT-Fächern
Unter den einzelnen MINT-Studienbereichen nimmt Informatik eine besonders wichtige Stellung ein. Im Studienjahr 2024 begannen rund 45.800 Personen ein Informatikstudium.
Auf den weiteren Plätzen folgten Maschinenbau beziehungsweise Maschinenwesen mit rund 23.100 Studienanfängern und Wirtschaftsinformatik mit etwa 22.000. (Presseportal)
Tabelle: Große MINT-Studienbereiche
| Studienbereich | Studienanfänger 2024 | Einordnung |
|---|---|---|
| Informatik | ca. 45.800 | größter MINT-Bereich |
| Maschinenbau/-wesen | ca. 23.100 | großer Ingenieurbereich |
| Wirtschaftsinformatik | ca. 22.000 | Schnittstelle Wirtschaft/IT |
| Biologie | ca. 10.900 | hoher Frauenanteil |
| weitere MINT-Fächer | — | zahlreiche kleinere Studienbereiche |
Die Zahlen verdeutlichen, dass Informatik innerhalb des MINT-Spektrums eine besonders große Gruppe bildet. (Presseportal)
Frauenanteil in Informatik
Trotz der hohen Anfängerzahlen bleibt Informatik bei der Geschlechterverteilung vergleichsweise unausgeglichen. Nach den ausgewerteten Daten waren 2024 rund 10.164 der MINT-Studienanfängerinnen im Bereich Informatik. Der Frauenanteil lag damit bei etwa 25,9 %. (Innovative Frauen im Fokus)
Das bedeutet umgekehrt, dass rund drei Viertel der Studienanfänger in diesem Bereich männlich waren.
Die Entwicklung ist insofern interessant, als Informatik gleichzeitig zu denjenigen MINT-Bereichen gehört, in denen besonders viele Frauen ein Studium beginnen. Die absolute Zahl der Studienanfängerinnen ist daher deutlich größer als in vielen kleineren technischen Fachrichtungen. (Innovative Frauen im Fokus)
Ingenieurwissenschaften: Frauenanteil unter 30 Prozent
Besonders deutlich ist der Unterschied in den klassischen Ingenieurwissenschaften. Dort lag der Frauenanteil bei den Studienanfängern 2024 bei rund 27,9 %. (Innovative Frauen im Fokus)
Innerhalb dieser Gruppe gibt es wiederum große Unterschiede.
| Studienbereich | Frauenanteil bei Studienanfängern |
|---|---|
| Ingenieurwissenschaften insgesamt | 27,9 % |
| Informatik | ca. 25,9 % |
| Maschinenbau/-wesen | 15,1 % |
| Architektur/Innenarchitektur | 69,0 % |
| Elektrotechnik und Informationstechnik | sehr niedriger Frauenanteil |
Gerade Maschinenbau zählt damit zu den technischen Studienbereichen, in denen Frauen noch deutlich unterrepräsentiert sind. Bei Architektur und Innenarchitektur ist das Geschlechterverhältnis dagegen nahezu umgekehrt. (Innovative Frauen im Fokus)
Naturwissenschaften mit höherem Frauenanteil
Bei Mathematik und Naturwissenschaften sieht die Situation anders aus. Der Frauenanteil unter den Studienanfängern lag 2024 bei 54,5 %. Frauen stellten damit in dieser Fächergruppe sogar die Mehrheit. (Innovative Frauen im Fokus)
Besonders hoch ist der Frauenanteil in Biologie. Dort waren 2024 rund 69,1 % der Studienanfänger weiblich. Noch höher lag der Wert im Studienbereich Pharmazie mit 74,9 %. (Innovative Frauen im Fokus)
Tabelle: Frauenanteile ausgewählter MINT-Fächer
| Studienbereich | Frauenanteil |
|---|---|
| Pharmazie | 74,9 % |
| Biologie | 69,1 % |
| Architektur/Innenarchitektur | 69,0 % |
| Mathematik und Naturwissenschaften insgesamt | 54,5 % |
| MINT insgesamt | 35,6 % |
| Informatik | 25,9 % |
| Ingenieurwissenschaften insgesamt | 27,9 % |
| Maschinenbau/-wesen | 15,1 % |
Quelle: Auswertung auf Basis der Hochschulstatistik 2024. (Innovative Frauen im Fokus)
Entwicklung des Frauenanteils seit 2014
Die Entwicklung über einen längeren Zeitraum zeigt einen kontinuierlichen Anstieg. Vor zehn Jahren lag der Frauenanteil bei den MINT-Studienanfängern noch bei etwa 31 %. 2024 wurden dagegen 36 % erreicht. (Presseportal)
| Zeitraum | Frauenanteil MINT-Anfänger |
|---|---|
| 2014 | ca. 31 % |
| 2024 | ca. 36 % |
| Veränderung | +5 Prozentpunkte |
Damit hat sich der Anteil innerhalb eines Jahrzehnts um rund fünf Prozentpunkte erhöht. Gleichzeitig besteht weiterhin ein deutlicher Unterschied zu den Nicht-MINT-Fächern, wo Frauen 2024 rund 62,2 % der Studienanfänger stellten. (Innovative Frauen im Fokus)
MINT-Studium: Unterschiede zwischen Männern und Frauen
Besonders interessant wird die Statistik, wenn man nicht nur den Frauenanteil innerhalb von MINT betrachtet, sondern auch den Anteil der MINT-Studierenden innerhalb der jeweiligen Geschlechtergruppe.
2024 entschieden sich rund 51,8 % der männlichen Studienanfänger für ein MINT-Fach. Bei den weiblichen Studienanfängern waren es dagegen lediglich 26,2 %. (Innovative Frauen im Fokus)
| Gruppe | Anteil mit MINT-Studienbeginn |
|---|---|
| Männer | 51,8 % |
| Frauen | 26,2 % |
| Alle Studienanfänger | rund 39 % |
Diese Perspektive zeigt, warum der Frauenanteil innerhalb von MINT trotz steigender Zahlen weiterhin deutlich unter 50 % liegt.
Entwicklung bei Informatik und technischen Studiengängen
Die Nachfrage nach digitalen und technischen Studiengängen bleibt hoch. Informatik war 2024 mit etwa 45.800 Studienanfängern das am häufigsten gewählte MINT-Fach. Auch Maschinenbau und Wirtschaftsinformatik kamen auf mehr als 20.000 Anfänger. (Presseportal)
Damit konzentriert sich ein erheblicher Teil der MINT-Studierenden auf einige wenige große Studienbereiche. Gleichzeitig existiert ein breites Spektrum kleinerer Fachrichtungen, etwa Geowissenschaften, Verfahrenstechnik, Elektrotechnik, Chemie, Physik oder verschiedene Spezialgebiete der Ingenieurwissenschaften.
Warum die MINT-Quote 2026 relevant ist
MINT-Studiengänge spielen eine zentrale Rolle für viele technologieorientierte Bereiche der deutschen Wirtschaft. Die Statistik ist deshalb nicht nur für Hochschulen interessant, sondern auch für Unternehmen, Bildungspolitik und Studieninteressierte.
Die Entwicklung der Studienanfängerzahlen zeigt außerdem, dass das Interesse an MINT-Fächern keineswegs einheitlich verläuft. Besonders Informatik, Wirtschaftsinformatik und Maschinenbau gehören zu den großen Studienbereichen. Gleichzeitig unterscheiden sich die Geschlechteranteile erheblich.
Das Statistische Bundesamt stellt hierzu umfangreiche Tabellen nach Fächergruppe, Studienfach, Geschlecht, Nationalität und Semester bereit. Damit können auch Entwicklungen über mehrere Jahre nachvollzogen werden. (Destatis)
MINT-Fächer 2026: Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | Statistik |
|---|---|
| MINT-Anfänger 2024 | ca. 318.800 |
| Anteil an allen Studienanfängern | ca. 39 % |
| Frauenanteil MINT | 35,6 % bzw. rund 36 % |
| Männeranteil MINT | rund 64 % |
| Frauenanteil Mathematik/Naturwissenschaften | 54,5 % |
| Frauenanteil Ingenieurwissenschaften | 27,9 % |
| Frauenanteil Informatik | 25,9 % |
| Frauenanteil Maschinenbau/-wesen | 15,1 % |
| Frauenanteil Biologie | 69,1 % |
| größter MINT-Studienbereich | Informatik |
Fazit
Die MINT-Statistik 2026 zeigt zwei Entwicklungen gleichzeitig: MINT bleibt ein großer und stark nachgefragter Studienbereich, und der Frauenanteil steigt weiter an. Im Studienjahr 2024 entfielen rund 318.800 Studienanfänger im 1. Fachsemester auf MINT-Fächer. Das entsprach rund 39 % aller Studienanfänger. (Presseportal)
Der Frauenanteil erreichte mit rund 36 % einen neuen Höchststand. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Fachrichtungen erheblich. In Mathematik und Naturwissenschaften stellten Frauen mit 54,5 % bereits die Mehrheit der Studienanfänger, während ihr Anteil in den Ingenieurwissenschaften nur bei 27,9 % lag. (Innovative Frauen im Fokus)
Besonders groß ist die Spannweite zwischen einzelnen Studienfächern: Während der Frauenanteil in Biologie bei rund 69 % lag, waren es im Maschinenbau lediglich 15,1 %. Die MINT-Entwicklung 2026 lässt sich deshalb nur sinnvoll beurteilen, wenn die einzelnen Fachrichtungen getrennt betrachtet werden.